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Prof. Dr. Roland Trill
Studiengangskoordinator Digital Health Management

Fon: 040.361 226 40
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Biographie

Nach Abschluss der Studien an der Technischen Universität Berlin (Abschluss: Diplom-Kaufmann mit dem Schwerpunkt EDV/Organisation) und Freien Universität Berlin (Diplom-Handelslehrer) arbeitete er einige Monate als freiberuflicher Systemanalytiker bevor er als Wissenschaftlicher Assistent an das Institut für Quantitative Methoden und EDV der Technischen Universität Berlin wechselte. Dort verantwortete er für fünf Jahre die EDV-Ausbildung der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge. Nach Abschluss der Promotion am genannten Institut wechselte er zur Berliner Krankenhausgesellschaft, wo er vier Jahre die Berliner Krankenhäuser in betriebswirtschaftlichen Fragen beriet. In dieser Zeit nahm er am Health Executive Program an der Cornell Universität, Ithaka N.Y. teil.

1987 folgte er dem Ruf an die Fachhochschule Flensburg (heute: Hochschule Flensburg), wo er in der Folgezeit das gesundheitswirtschaftliche Profil der Hochschule entwickelte. 1992 initiierte er die Implementierung eines Diplomstudiengangs Krankenhausmanagement (später als Bachelor of Arts weitergeführt) sowie die Einführung des Masterstudiengangs eHealth 2007 (erster Studiengang dieser Art in Deutschland). Letztgenannten Studiengang leitete er bis zu seinem Ausscheiden.

Seit 2010 führte er das Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen erfolgreich zu zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten (siehe Forschungsschwerpunkte), was ihm auch die Auszeichnung mit der TSH-Forschungsprämie des Landes Schleswig-Holstein einbrachte.

Auf seine Initiativen gehen mehrere Veranstaltungen mit überregionaler Wirkung zurück. So organisierte Professor Trill 16 Jahre lang das »Flensburger Forum für Krankenhaussoftware« (später »Flensburger Forum für IT-Anwendungen«) als größte Spezialmesse für Krankenhaussoftware in Deutschland mit in der Spitze 3000 Besuchern aus dem deutschsprachigen Raum. Den Kongress »Telematik in Schleswig-Holstein« organisierte er ebenso wie die »eHealth Innovation Days«.

In der Selbstverwaltung der Hochschule war er mehrjähriges Mitglied im Fachbereichskonvent und Senat. Sechs Jahre war er Dekan des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Flensburg. Als Vorsitzender in diversen Berufungsausschüssen unterstützte er die Profilbildung der Hochschule.

Prof. Dr. Trill emeritierte 2018.

Lehre

Die Lehrerfahrungen gehen auf die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Zu dieser Zeit bildete er Wirtschaftswissenschaftler in den Grundlagen der EDV aus. An der Hochschule Flensburg unterrichtete er im Diplomstudiengang/Bachelor of Art Krankenhausmanagement die Fächer Gesundheitsökonomie, Strategische Unternehmensführung, Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Krankenhausfinanzierung und Informationsmanagement. Im Master eHealth zählten die Lehrveranstaltungen Informationsmanagement, eHealth-Anwendungen zu seinem Portfolio. Er betreute in dieser Zeit mehrere hundert Abschlussarbeiten.

Außerhalb der Lehre an der Hochschule Flensburg erhielt er Lehraufträge an mehreren Hochschulen der Pflegeberufe (dort IT-orientierte Vorträge) und in MBA-Studiengängen (z.B. UKSH und Fachhochschule Hannover). Zweimal hielt er Lehraufträge an der Technischen Universität Tallinn ab.

Seine über 200 Fachvorträge bei Kongressen, Messen und Firmenveranstaltungen befassten sich überwiegend mit IT-Themen – im In-wie im Ausland.

Forschungsschwerpunkte

Prof. Dr. Trill hat sich von Beginn an der praxisorientierten Forschung verschrieben. Bis zur Jahrtausendwende lag sein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Krankenhausinformationssysteme. In dieser Zeit reiften aber die Gedanken, dass nachhaltige Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen nur durch eine umfassende und integrative digitale Transformation in allen Sektoren des Gesundheitswesens erreicht werden kann. So wurde er zu einem der ersten Wissenschaftler in Deutschland, der das Augenmerk auf das Thema »eHealth« legte. Es war dann auch nur konsequent, dass er sich in die ersten Pilotprojekte zur Elektronischen Gesundheitskarte einbrachte – bevor die Gematik dieses Handlungsfeld übernahm.

Praxis ist der eine Fokus, Internationalität der zweite. Bereits 2003 beteiligte er sich an internationalen eHealth-Forschungsprojekten. Das eHealth for Regions Network wurde von ihm mitgegründet. Für dieses Netzwerk leitete er bis 2018 das Management Secretariat. Ab 2007 leitete er weitere eHealth Projekte (zumeist aus dem EU-Programm »Interreg«) mit Beteiligten aus Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Estland, Litauen und Lettland. Mehrwöchige Studien- und Forschungsaufenthalte in den genannten Ländern erlaubten ihm umfassende Vergleiche mit der Situation in Deutschland. Diese Aufenthalte motivierten ihn, den Transformationsprozess in Deutschland weiter zu begleiten und voranzutreiben, zum Beispiel im Rahmen des »Baltic Sea Campus on eHealth«, den er bis zu seinem Ausscheiden leitete.

Gegenwärtig sind seine Forschungsaktivitäten auf zwei Bereiche gerichtet. Zum einen untersucht er, inwieweit ein Perspektivwechsel bei den Informationsprozessen im Krankenhaus auch die ökonomische Effektivität positiv beeinflussen könnte. Die so genannten »Patient Journey Systeme« stellen den Informationsbedarf des Patienten in den Mittelpunkt.

Des Weiteren bleibt der digitale Transformationsprozess zwischen den Beteiligten im Gesundheitswesen ein wichtiges Thema. Besonders interessieren ihn dabei diejenigen Prozesse, bei denen der Patient aktiver Kommunikationspartner und Akteur ist, z. B. Video-Sprechstunde oder Telemonitoring. Die Effizienz dieser Services ist von der digitalen Gesundheitskompetenz der Bürger/Patienten abhängig. Wie diese gefördert werden kann, ist eine der Fragen, denen sich Prof. Dr. Trill weiterhin widmen will.